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auf der Homepage der 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker

Vielleicht kennen Sie aus Kindertagen das schöne Buch von Michael Ende: "Jim Knopf und die Wilde 13"?

"Die Wilde 13" ist eine Seeräuberbande, die die ganze Welt in Angst und Schrecken versetzt, doch am Ende des Buches, nachdem die 13 bezwungen werden, stellen sie mit einem Male fest, daß sie in Ermangelung von Rechenkünsten nicht richtig gezählt hatten: sie waren gar nicht 13, sondern 12! Nun, warum erzählen wir das? Bei uns ist es genau umgekehrt: wir nennen uns "Die 12 Cellisten", aber eigentlich sind wir 13. Das heißt bei unseren Konzerten und Aufnahmen darf immer einer von uns nicht mitspielen. Schade eigentlich, aber die 12 ist nun einmal von altersher eine magische und heilige Zahl.

Von der Symbolik ist die 12 die Zahl sonnenhafter Fülle und gestalthafter Vollendung, denn in dieser Zahl durchdringen sich die göttliche Drei und die irdische Vier. Einige Beispiele:

  • das Gilgamesch-Epos ist in zwölf Tafeln eingeteilt;
  • der Marduktempel zu Babylon hatte zwölf Tore;
  • die Vollzahl des Gottesvolkes zeigt sich besonders deutlich bei den zwölf Söhnen Jakobs, aus denen dann die zwölf Stämme Israels hervorgehen;
  • es gibt 12 Tierkreiszeichen;
  • 12 Monate hat das Jahr;
  • es gibt zwölf Apostel;
  • das neue Jerusalem hat zwölf Tore;
    so ließe sich das noch viel weiter fortsetzen.

Wie man sieht: es gibt genug gute Gründe, bei der Zwölferbesetzung zu bleiben!

"Die 12" im Frühjahr 2000